Samstag, 23. September 2017

Noch mehr Minze

Vor vielen Jahren freute ich mich, dass meine frisch gepflanzte Pfefferminze so dankbar anging. Schon im kommenden Frühjahr hatte sie sich einen stattlichen Platz erobert und ich versuchte dem Einhalt zu gebieten. Dabei ist es auch geblieben – ich jäte die Pfefferminze wie Unkraut, aber sie behauptet sich immer wieder. Jedoch habe ich im Lauf der Jahre auch viele Verwendungsmöglichkeiten für die Minze gefunden und es kommen immer wieder neue dazu. 
Die Verarbeitung zu Sirup erfordert wenig Zeit. Er ist die Basis für leckere Erfrischungsgetränke oder kann zum Verfeinern von Süßspeisen verwendet werden. 

Rezept für Minz-Sirup 

Zutaten 

  • 1000 g Zucker 
  • 2 Liter Wasser 
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Litermaß frische Minzblätter (ca. 200 g) 

Zubereitung 

Die Minzblätter nicht waschen, sondern nur ausschütteln und gut verlesen, damit sich keine Insekten mehr in den Blüten befinden. 
Die Zitrone in schmale Scheiben schneiden und zusammen mit den Minzblättern in ein großes Gefäß füllen. Den Zucker im Wasser auflösen und aufkochen. Das heiße Zuckerwasser über die Minzeblätter schütten, dass diese gut bedeckt sind und dann das Gefäß schließen. An einem kühlen Ort für 2 Tage ziehen lassen. Dann durch ein Sieb filtern und unter Rühren aufkochen. Den noch heißen Sirup in saubere Flaschen füllen und sofort verschließen. 


Rezept für vegane Pfefferminz-Kokos-Limette-Körperlotion 

Diese herrlich duftende Körperlotion verwöhnt und erfrischt die Haut. 

Zutaten Fettphase 

Zutaten Wasserphase 

  • 100 g Pfefferminz-Aufguß 

Zutaten Wirkstoffphase 

Zubereitung 

Eine Handvoll Pfefferminzblätter mit heißem, destilliertem Wasser aufgießen und für 10 Minuten ziehen lassen. Danach die Pflanzenteile sehr gut abfiltern, damit die Emulsion durch die verbliebenen Schwebeteile nicht verunreinigt wird. Traubenkernöl und Emulsan in einem Becherglas zur Fettphase schmelzen. Vom Herd nehmen und das Kokosnussöl darin aufschmelzen. Den noch leicht erwärmten Pfefferminz-Aufguß unter Rühren in die Fettphase einarbeiten, bis die Lotion handwarm abgekühlt ist. Danach die ätherischen Öle tropfenweise einrühren.

Samstag, 2. September 2017

Ringelblumen - Schutz und Pflege für empfindliche Haut

Die Ringelblume ist nicht nur eine herausragende Heilpflanze, sondern auch eine üppig blühende Zierde für den Garten. Die ersten Blüten konnte ich schon vor einigen Wochen ernten, um daraus einen Ölauszug herzustellen. 

Rezept zur Herstellung von Ringelblumenöl 

Für die Herstellung von Ringelblumenöl bevorzuge ich den schonenden Kaltauszug. 
Dafür trenne ich die Blütenblätter aus dem Blütenkelch, so dass keine grünen Bestandteile verwendet werden. 
Dann lasse ich die Ringelblumenblütenblätter etwas antrocknen, damit die Feuchtigkeit den Ölauszug nicht schimmeln lässt. 
Die Blüten in ein Glas geben und dabei immer kontrollieren, ob sowohl Pflanzenmaterial als auch das Glas wirklich trocken sind. 
Mit Öl aufgießen, so dass alles gut bedeckt ist. Ich bevorzuge kaltgepresstes Sonnenblumenöl. 
Das Glas erschließen und an einem kühlen Ort, wie zum Beispiel im Kühlschrank für 3 bis 4 Wochen stehen lassen. 
Unbedingt darauf achten, dass sich kein Schimmel bildet! Dies kann passieren, wenn nicht alle Pflanzenteile mit Öl bedeckt sind. 
Das Öl durch einen Kaffeefilter abseihen und in einem gut verschließbaren Glas dunkel und kühl aufbewahren. 
Bei sachgemäßer Lagerung ist das Öl etwa 1 Jahr haltbar. 
Das Glas sollte unbedingt mit dem Herstellungsdatum und der Inhaltsangabe beschriftet werden.

Die abgefilterten Blüten werfe ich nicht weg, sondern verwende sie für Herstellung dieser Duschbutter

Das Ringelblumenöl ist die Grundlage für diese schützende und pflegende Lotion. Sie nährt empfindliche Haut im Gesicht und am ganzen Körper.

 

Rezept Ringelblumen-Lotion 

Zutaten Fettphase 

  • 21 g Ringelblumenöl 
  • 5 g Kakaobutter 
  • 2 g Bienenwachs 
  • 5 g Emulsan 

Zutaten Wasserphase

  • 60 g Ringelblumenaufguss aus destilliertem Wasser 
  • 5 g Honig 

Zubereitung 

Ringelblumenöl, Bienenwachs und Emulsan in das Becherglas geben und unter ständigem Rühren auf der Herdplatte klar aufschmelzen. 
Vom Herd nehmen und Kakaobutter im warmen Gemisch schmelzen. 
Aus Ringelblumen und destilliertem Wasser einen starken Aufguss bereiten und darin den Honig auflösen. 
Wasserphase in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren in die Fettphase einfließen lassen bis eine stabile Emulsion entstanden ist.

Sonntag, 27. August 2017

Avocado und Olivenöl für gepflegte Hände

Heute möchte ich mich der Handpflege widmen. Häufiges Händewaschen und der Umgang mit Putzmitteln hinterlässt an den Händen rissige und trockene Haut. Diese muss besonders gepflegt werden, um die natürliche Hautbarriere aufrecht zu erhalten, die uns vor schädlichen Einflüssen schützt. Handpflege aus wertvollen Pflanzenölen, angereichert mit natürlichen Wirkstoffen versorgen sowohl die Haut, als auch das Nagelbett mit der nötigen Feuchtigkeit und Pflege. 

Honig-Salz-Handpeeling mit Olivenöl 

Dieses Peeling sorgt für zarte Hände und ist die ideale Vorbereitung für eine nachfolgende Handmaske. 

Zutaten 

  • 1 Esslöffel Honig 
  • 3 Esslöffel Salz 
  • 2 Esslöffel Olivenöl 

Zubereitung und Anwendung 

Alle Zutaten werden in einer kleinen Schüssel verrührt. Dann wird das Peeling auf die Hände aufgetragen und mit sanften, kreisenden Bewegungen einmassiert. Danach werden die Hände gründlich mit lauwarmem Wasser abgewaschen. Nun kann eine Handmaske oder eine Handcreme aufgetragen werden. 

Avocado-Olivenöl-Handmaske 

Diese Maske pflegt nachhaltig und macht selbst stark beanspruchte Hände streichelzart. 

Zutaten 

  • ½ reife Avocado 
  • 2 Esslöffel Quark 
  • 1 Esslöffel Olivenöl 
  • 1 Esslöffel Honig 

Zubereitung und Anwendung 

Das Fruchtfleisch der Avocado herauslösen und pürieren. Dieses dann mit Quark, Olivenöl und Honig zu einem Brei verrühren. 
Die Maske dick auf die gereinigten Hände auftragen und etwas einmassieren. Mindestens 20 bis 30 Minuten einwirken lassen und anschließend mit einem Handtuch die Reste abnehmen. Selbstverständlich kann auch eine längere Einwirkzeit gewählt werden. In diesem Fall empfehle ich das Tragen von atmungsaktiven Baumwollhandschuhen. 


Avocado-Olivenöl-Handcreme 

Zutaten Fettphase 

  • 10 g Olivenöl 
  • 5 g Avocadoöl 
  • 5 g Sheabutter
  • 5 g Emulsan 

Zutaten Wasserphase 

40 g Orangenblütenwasser 

Zubereitung 

Olivenöl, Avocadoöl und Emulsan schmelzen, vom Herd nehmen und Sheabutter unterrühren. Orangenblütenwasser auf ungefähr 40 Grad erwärmen. Die Wasserphase in dünnem Strahl in die Fettphase einrühren. Rühren bis Handwärme erreicht und eine stabile Emulsion entstanden ist.

Donnerstag, 24. August 2017

Süße Kräuterkekse mit Rosmarin

Der Garten ist jetzt voller duftender, blühender Kräuter, mit denen ich aromatische Leckereien kochen und backen kann. 
Heute möchte ich Rosmarin-Zitronen-Kekse vorstellen, die ich immer wieder gerne backe. Die unkomplizierten Kekse basieren auf einem Rezept für britisches Shortbread. 


Rezept für Rosmarin-Zitronen-Kekse 

Zutaten

  • 220 g Butter 
  • 150 g feiner Zucker 
  • 320 g Mehl 
  • 1 Ei 
  • 1 Teelöffel Salz 
  • 2 bis 3 Zweige Rosmarin
  • 1 Bio-Zitrone - abgeriebene Schale
  • 1 Teelöffel Zitronensaft
  • 50 g Rohrzucker 

Zubereitung

Die Rosmarinnandeln vom Stiel trennen und fein schneiden. 
Die kalte Butter in grobe Stücke schneiden und mit Zucker und dem Ei rasch kneten. 
Dann Mehl, Salz, Zitronensaft und Rosmarin einkneten, zu einer Rolle formen und für ungefähr eine Stunde kalt stellen. 
Zwischenzeitlich die Schale der Zitrone abreiben und mit dem Rohrzucker mischen. 
Die gut gekühlte Teigrolle in der Zitronen-Zucker-Mischung wälzen. 
Dann die Teigrolle in grobe Scheiben schneiden und auf das Backblech legen. 
Im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Umluft für etwa 12 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist. 

Wer Geschmack an süßen, aromatischen Keksen hat, der sollte auf jeden Fall die Quendel- oder Thymian-Kekse backen!

Freitag, 18. August 2017

Minzzucker - süß und frisch

Der Grünen Minze in unserem Garten muss Einhalt geboten werden, sonst überwuchert sie die benachbarten Kräuter. Jedoch bringe ich es nicht übers Herz die erfrischend-aromatischen Blätter in den Kompost zu werfen. Einige werden getrocknet und für Tee bevorratet. Einen Teil habe ich frisch zu Minzzucker verarbeitet. 


Rezept Minzzucker 

Zutaten 

1/2 Litermaß Minzblätter 
200 g Zucker 
1 Bio-Limette

Zubereitung 

Minze an einem trockenen Tag um die Mittagszeit ernten. Minzblätter vom Stiel entfernen und grob schneiden. 
Limette heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben. 
Zum Mixen verwende ich einen Blender, der alle Zutaten sehr fein zerkleinert. 
Den fertigen Minzzucker in ein verschließbares Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält er sich für 2 bis 3 Wochen. 

Der Minzzucker schmeckt köstlich zu frischen Quark- und Joghurtspeisen oder kann zum Süßen von Tees verwendet werden.  
Die Frische der Minze passt aber auch perfekt zu Schokoladen-Kekse. Die leckeren Kekse basieren auf einem Rezept für britisches Shortbread. 

Rezept für Schokoladen-Minze-Kekse 

Zutaten 

  • 220 g Butter 
  • 150 g feiner Zucker 
  • 300 g Mehl 
  • 1 Ei 
  • 20 g Kakao 
  • 1 Prise Salz 
  • 50 g Minzzucker 

Zubereitung 

Die kalte Butter in grobe Stücke schneiden und mit Zucker und dem Ei rasch kneten. 
Dann Mehl, Salz und Kakao einkneten, zu einer Rolle formen und für ungefähr eine Stunde kalt stellen. 
Die gut gekühlte Teigrolle im Minzzucker wälzen. 
Dann die Teigrolle in grobe Scheiben schneiden und auf das Backblech legen. 
Im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Umluft für etwa 12 Minuten backen, bis der Rand dunkelbraun ist. 

Montag, 14. August 2017

Johanniskraut-Honig-Salbe

Das Johanniskraut speichert das Sonnenlicht des Hochsommers, um die Freude des sonnigen Sommers dann im trüben Winter abzugeben und die Gemüter zu erhellen und zu erwärmen. Benannt ist es nach dem Heiligen Johannes der Täufer, dessen Gedenktag der 24. Juni ist. In der Zeit um die Sommersonnenwende erblüht das Johanniskraut an Wegen und auf Wiesen. Die beste Sammelzeit ist mittags, wenn die Sonne den Tau bereits getrocknet hat.

Rezept zur Herstellung von Johanniskrautöl 

Zutaten

  • 1 Tasse Johanniskrautblüten
  • 2 Tassen Sesamöl

Zubereitung 

Johanniskrautblüten nach dem sammeln für 2 bis 3 Tage trocknen lassen. Diese dann in ein sauberes und gut ausgetrocknetes Glas geben, Es sollte darauf geachtet werden, dass das Pflanzenmaterial sowie das Glas wirklich trocken sind. 
Mit dem Sesamöl aufgießen, so dass alles bedeckt ist. 
Das Glas erschließen und an einem warmen Ort, wie zum Beispiel das Fensterbrett für 3 bis 4 Wochen stehen lassen. Unbedingt darauf achten, dass sich kein Schimmel bildet! Dies kann passieren, wenn nicht alle Pflanzenteile mit Öl bedeckt sind. 
Das Öl durch einen Kaffeefilter abseihen und in einem gut verschließbaren Glas dunkel und kühl aufbewahren. 
Bei sachgemäßer Lagerung ist das Öl etwa 1 Jahr haltbar. Das Glas sollte unbedingt mit dem Herstellungsdatum und der Inhaltsangabe beschriftet werden. 

Wenn es schneller gehen soll, dann kann der Ölauszug auch folgendermaßen gewonnen werden: 

Die frischen Johanniskrautblüten waschen und in einem Handtuch trocken tupfen. 
In ein Weckglas geben und das Sesamöl darüber gießen. 
Das Weckglas mit dem Deckel schließen und auf dem Herd im Wasserbad sanft erwärmen. Für 2 Stunden bei niedriger Temperatur ziehen lassen und darauf achten, dass das Öl nicht kocht. 
Dann das noch warme Gemisch durch einen Kaffeefilter sieben, damit keine Pflanzenrückstände im Öl verbleiben. 

Nach 4 Wochen Reifezeit ist das Johanniskrautöl fertig und ich kann eine wundheilende Salbe daraus rühren. Das im Johanniskraut enthaltene Hyperforin wirkt antibiotisch. Die Salbe pflegt wirksam bereits gereizte und wunde Haut. Weiterhin fördert sie die Hautregeneration, wirkt beruhigend und schmerzlindernd. Die Salbe kann zur Heilung von schlecht heilenden Wunden und zur Linderung von Sonnenbrand verwendet werden.


Rezept Johanniskraut-Honig-Salbe 

Zutaten 

Zubereitung 

Das Bienenwachs im Johanniskrautöl schmelzen, vom Herd nehmen und die Sheabutter einrühren. Zum Schluss den Honig unterrühren. Sofort in einen gut gereinigten Tiegel füllen und erkalten lassen. Da die Salbe keine Wasserphase enthält ist sie bei kühler Aufbewahrung etwa 1 Jahr haltbar. 

Wer keine Gelegenheit hatte Johanniskraut zu sammeln, der kann das wertvolle Öl auch hier fertig kaufen.  

Montag, 31. Juli 2017

Feuchtigkeitsspendende Gurken-Joghurt-Maske für sonnenstrapazierte Haut

Seit den 80er Jahren bereiten wir unser Joghurt selbst zu. Anregungen und Tipps bekamen wir von der Hobbythek. Damals lag uns vor allem daran, überflüssige Verpackungen zu vermeiden. Heute kommt noch der Aspekt der besseren Inhaltsstoffe hinzu. In unserem Dorf kann man jeden Tag frische Milch vom Bauern holen und muss keine abgepackte Milch im Supermarkt kaufen. Der selbst hergestellte Joghurt ist dann die Basis für Müslis, wird mit Früchten gemischt oder einfach pur gegessen. 
Die Zubereitung ist sehr einfach und nimmt wenig Zeit in Anspruch. Die dafür notwendigen Joghurtbakterien sind bei Salandia erhältlich. 
Jean Pütz hat hier ein sehr anschauliches Video zur Herstellung von Joghurt veröffentlicht. Ich habe den integrierten Plastikbehälter durch ein 1-Liter-Weckglas ausgetauscht, das passt exakt in den Joghurtbereiter.

Doch Naturjoghurt ist nicht nur ein gesundes Lebensmittel, sondern auch eine Wohltat für die Haut. Diese Gesichtsmaske spendet Feuchtigkeit, regeneriert und kühlt sonnenstrapazierte Haut. Das wertvolle Gurkensamenöl ist reich an Phytosterolen, welche die Barrierefunktion der Haut unterstützen. Es enthält, wie die Gurke selbst, viel hautstraffendes Vitamin E und Mineralien. Gurkensamenöl pflegt nachhaltig trockene Haut, die zu Unreinheiten neigt.  


Rezept Feuchtigkeitsspendende Gurken-Maske 

Zutaten 

  • ¼ Salatgurke 
  • 2 Esslöffel Naturjoghurt 
  • 1 Teelöffel Gurkensamenöl 
  • 1 Teelöffel Honig 

Zubereitung und Anwendung 

Die Gurke schälen und pürieren. Gurkenbrei mit Joghurt, Gurkensamenöl und Honig zu einem Brei verrühren. Danach auf dem gereinigten Gesicht verteilen und dabei die Augen aussparen. 15 bis 20 Minuten einwirken lassen und anschließend mit einem Handtuch die Reste abnehmen. Die Haut fühlt sich danach geschmeidig an und ist bereit für eine pflegende Creme.